„I told you not to eat in the cheap restaurants!!!“, schnauzte unser Fahrer drauflos, als wir zu dritt mit frisch ausgebrochenem Delhi-Belly, dem hiesigen Euphemismus für Brechdurchfall, auf sein Taxi zugewankt kamen. Und ich hatte gerade noch genug Energie, mich leise darüber zu ärgern, wo hätten wir schließlich sonst essen sollen in Paharganj, Neu Delhis Backpacker und Abzockerviertel schlechthin, in dem wir bis dahin ja auch eine Menge Spaß hatten. Die Aussicht auf die bevorstehende siebenstündige Fahrt nach Rishikesh war jedoch derart unerfreulich, dass man sich an solchen Kleinigkeiten kaum aufhalten konnte. Und um Allen weitere Einzelheiten zu ersparen: das einzige Gute daran war, dass sie irgendwann vorbei war. Aber der Reihe nach.
Zunächst Mal: gebloggt wird hier über eine dreiwöchige Reise durch Nordindien, die wir zu dritt (Kathrin, Elsen und ich) unternehmen, danach reisen Elsen und ich weiter nach Australien und dann...Mal sehen.
Das Ganze war schon irgendwie ein bisschen ruckelig losgegangen. Der Flug von Düsseldorf nach Moskau mit Aeroflot noch vollkommen schmerzfrei, danach aber eine Nacht Verspätung, weil in Delhi schlechte Sicht. Darüber mochten uns auch die Essensvoucher der Airline nicht so recht hinweg trösten, erschwerend kam noch hinzu, dass der Flughafen Scheremytewo über keinen Raucherraum verfügt, was man auch als Nichtraucher sehr schade findet, wenn man mit zwei leidenschaftlichen Rauchern unterwegs ist. Irgendwann war dann aber auch die Wartezeit überstanden, ebenso der Flug nach Delhi, ebenso die endlos lange Passkontrolle, ebenso die Warteschlange am Moneyexchange und so fanden wir uns entsprechend gebügelt in unserem Hotel in besagtem Stadtteil ein. Und ich bringe es einfach nicht fertig, schlechte Bewertungen bei Booking.com zu hinterlassen, wenn die Leute freundlich sind, auf Wunsch sofort das Bett doch noch frisch beziehen, die altgediente Tagesdecke liebevoll zu einer Art Tortellini falten, die sicher auch noch das Klo geputzt hätten, hätten wir einen entsprechenden Wunsch geäußert, aber ganz unter uns: Hotel „Woodland“…nicht hingehen!!! Unter gar keinen Umständen!
Diesem Umstand war dann auch geschuldet, dass wir nicht, wie ursprünglich geplant, erstmal ein bisschen Schlaf nachholen wollten, sondern statt dessen lieber umgehend die Stadt erkunden gingen. Und so haben wir in den knapp zwei Tagen in Delhi wirklich eine ganze Menge gesehen, sämtliche Inlandsreisen mit Zug, Taxi oder Flieger gebucht, ebenso alle Hotels bis auf das in Goa, eine indische Sim-Karte organisiert und, ja und uns eben auch irgendwo was Fieses eingefangen. Und das, wie gesagt nach nur zwei Tagen, aber wir hatten ja auch nicht viel Zeit in Delhi.
So waren wir dann also wieder unterwegs. Und waren wir in Delhi auch noch so derangiert angekommen, war das nichts gegen unseren Einzug in Rishikesh. Unser Fahrer war, nachdem sein anfänglicher Zorn über unsere Ignoranz seinen zugegebenermaßen guten Ratschlägen gegenüber verraucht war, zunehmend mitfühlend und vielleicht sogar ein bisschen besorgt. Jedenfalls erklärte er uns, als wir endlich angekommen waren, dass er sich um die Rucksäcke, ebenso wie um den Check-In kümmern würde, wir sollten doch bitte einfach nur auf unsere Zimmer gehen. Und diesmal waren wir dann auch gerne bereit, auf ihn zu hören, sind zur Strafe für den Rest des Tages auf den Zimmern geblieben und ohne Abendbrot ins Bett gegangen.
Am nächsten Tag ging es dann aber wieder so einigermaßen, und so haben wir ein paar sehr dosierte Ausflüge in die Stadt und die Umgebung unternommen. Nach der Luft in Delhi (Elsen: “Man will sie gar nicht einatmen, aber es gibt ja keine andere.“) war Rishikesh eine einzige Wohltat. Auch die Gegend ist ganz schön, schon bergig, und der Ganges, der frisch und nichts Böses ahnend aus dem Himalaya geflossen kommt, sieht dort noch aus, wie ein heiliger Fluss aussehen sollte. Rishikesh selber wird seinem Beinamen „Yoga – Las Vegas“ unserer Meinung nach vollkommen gerecht, und so hat es uns dort schon gut gefallen, war aber in erster Linie interessant. Und da wir ohnehin nicht vorhatten, an einer der unzähligen Yoga classes, Indian cooking classes, Indian music classes usw teilzunehmen, haben uns die beiden Tage dort gereicht, auch wenn wir uns in einem Tempo bewegt haben, wie seinerzeit Beuys, als er mit Eisenschuhen an den Füßen einem toten Hasen Bilder erklärt hat.
Also ging es, da es keine direkte Zugverbindung gibt, mit dem Auto (und einem kleinen Abstecher nach Haridwar) zurück nach Delhi und von dort in den Nachtzug nach Amritsar. In dem wir uns gerade befinden. Und ich habe schon ein paar indische Züge gesehen, aber der hier…mein lieber Mann! Der Blogger ist hier klar im Vorteil, kann man doch die Zeit, in der man den Gedanken an Schlaf ohnehin getrost vergessen kann, immerhin noch sinnvoll nutzen. Jetzt muss nur noch das WLAN im Hotel in Amritsar funktionieren, dann kriege ich den Post hier auch raus. Bis dahin erstmal gute Nacht!
Zunächst Mal: gebloggt wird hier über eine dreiwöchige Reise durch Nordindien, die wir zu dritt (Kathrin, Elsen und ich) unternehmen, danach reisen Elsen und ich weiter nach Australien und dann...Mal sehen.
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| India Gate |
Das Ganze war schon irgendwie ein bisschen ruckelig losgegangen. Der Flug von Düsseldorf nach Moskau mit Aeroflot noch vollkommen schmerzfrei, danach aber eine Nacht Verspätung, weil in Delhi schlechte Sicht. Darüber mochten uns auch die Essensvoucher der Airline nicht so recht hinweg trösten, erschwerend kam noch hinzu, dass der Flughafen Scheremytewo über keinen Raucherraum verfügt, was man auch als Nichtraucher sehr schade findet, wenn man mit zwei leidenschaftlichen Rauchern unterwegs ist. Irgendwann war dann aber auch die Wartezeit überstanden, ebenso der Flug nach Delhi, ebenso die endlos lange Passkontrolle, ebenso die Warteschlange am Moneyexchange und so fanden wir uns entsprechend gebügelt in unserem Hotel in besagtem Stadtteil ein. Und ich bringe es einfach nicht fertig, schlechte Bewertungen bei Booking.com zu hinterlassen, wenn die Leute freundlich sind, auf Wunsch sofort das Bett doch noch frisch beziehen, die altgediente Tagesdecke liebevoll zu einer Art Tortellini falten, die sicher auch noch das Klo geputzt hätten, hätten wir einen entsprechenden Wunsch geäußert, aber ganz unter uns: Hotel „Woodland“…nicht hingehen!!! Unter gar keinen Umständen!
Diesem Umstand war dann auch geschuldet, dass wir nicht, wie ursprünglich geplant, erstmal ein bisschen Schlaf nachholen wollten, sondern statt dessen lieber umgehend die Stadt erkunden gingen. Und so haben wir in den knapp zwei Tagen in Delhi wirklich eine ganze Menge gesehen, sämtliche Inlandsreisen mit Zug, Taxi oder Flieger gebucht, ebenso alle Hotels bis auf das in Goa, eine indische Sim-Karte organisiert und, ja und uns eben auch irgendwo was Fieses eingefangen. Und das, wie gesagt nach nur zwei Tagen, aber wir hatten ja auch nicht viel Zeit in Delhi.
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| Paharganj bei Nacht |
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| Teil vom Roten Fort, das man sowieso nie ganz draufkriegt |
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| Grab von Mahatma Gandhi |
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| Delhi Blütentraum |
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| Allgegenwärtig: Delhi ist schon wahnsinnig dreckig |
So waren wir dann also wieder unterwegs. Und waren wir in Delhi auch noch so derangiert angekommen, war das nichts gegen unseren Einzug in Rishikesh. Unser Fahrer war, nachdem sein anfänglicher Zorn über unsere Ignoranz seinen zugegebenermaßen guten Ratschlägen gegenüber verraucht war, zunehmend mitfühlend und vielleicht sogar ein bisschen besorgt. Jedenfalls erklärte er uns, als wir endlich angekommen waren, dass er sich um die Rucksäcke, ebenso wie um den Check-In kümmern würde, wir sollten doch bitte einfach nur auf unsere Zimmer gehen. Und diesmal waren wir dann auch gerne bereit, auf ihn zu hören, sind zur Strafe für den Rest des Tages auf den Zimmern geblieben und ohne Abendbrot ins Bett gegangen.
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| Eines der wenigen Fotos von der Fahrt, nun ja. |
Am nächsten Tag ging es dann aber wieder so einigermaßen, und so haben wir ein paar sehr dosierte Ausflüge in die Stadt und die Umgebung unternommen. Nach der Luft in Delhi (Elsen: “Man will sie gar nicht einatmen, aber es gibt ja keine andere.“) war Rishikesh eine einzige Wohltat. Auch die Gegend ist ganz schön, schon bergig, und der Ganges, der frisch und nichts Böses ahnend aus dem Himalaya geflossen kommt, sieht dort noch aus, wie ein heiliger Fluss aussehen sollte. Rishikesh selber wird seinem Beinamen „Yoga – Las Vegas“ unserer Meinung nach vollkommen gerecht, und so hat es uns dort schon gut gefallen, war aber in erster Linie interessant. Und da wir ohnehin nicht vorhatten, an einer der unzähligen Yoga classes, Indian cooking classes, Indian music classes usw teilzunehmen, haben uns die beiden Tage dort gereicht, auch wenn wir uns in einem Tempo bewegt haben, wie seinerzeit Beuys, als er mit Eisenschuhen an den Füßen einem toten Hasen Bilder erklärt hat.
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| Rishikesh |
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| Rafting auf dem Ganges - ein bisschen Verschnitt ist ja immer... |
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| Ghat in Haridwar |
Also ging es, da es keine direkte Zugverbindung gibt, mit dem Auto (und einem kleinen Abstecher nach Haridwar) zurück nach Delhi und von dort in den Nachtzug nach Amritsar. In dem wir uns gerade befinden. Und ich habe schon ein paar indische Züge gesehen, aber der hier…mein lieber Mann! Der Blogger ist hier klar im Vorteil, kann man doch die Zeit, in der man den Gedanken an Schlaf ohnehin getrost vergessen kann, immerhin noch sinnvoll nutzen. Jetzt muss nur noch das WLAN im Hotel in Amritsar funktionieren, dann kriege ich den Post hier auch raus. Bis dahin erstmal gute Nacht!











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